Kassel: 1000 Meter Regatta im Doppelzweier

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Am Sonntag (11.7.2021) waren Tatjana und ich (Viola) das erste Mal zusammen bei einer 1000 Meter Regatta im Doppelzweier gestartet. Etwas skurril war das Ganze schon:

Unsere Gegnerinnen waren fast 30 Jahre jünger und saßen in einem schicken Filippi Boot – wir hingegen waren mit einem in die Jahre gekommenen, auffallend roten Boot mit einigen Blessuren am Start. Verstecken konnten wir uns schon mal nicht - Anstand und Würde des Alters waren gefordert. Gestartet waren wir als Renngemeinschaft: Tatjana für den RKV und ich für die MRG. Dort hatte man mich, im zarten Alter von fast 50 Jahren, das erste Mal in meinem Leben mit den Herausforderungen des Ruderns konfrontiert.

Erster Start der Jugendlichen auf einer Regatta

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Auf ihrer ersten Regatta starteten Jasper, Jonathan und Pablo beim Landesentscheid für Jungen und Mächenrudern am 3.7. in Saarburg. Unterstützt wurden sie von Adrian, den Betreuern Kai und Ralf und einigen Eltern.
Morgens um 6.15 Uhr ging es vom Bootshaus aus los. Also kein Tag für Langschläfer. Und kaum in Saarburg angekommen, mussten auch schon die Boote aufgeriggert werden, Jasper und Pablo als Leichtgewichte auf die Waage, und - schwups - ging es auch schon auf Wasser. Natürlich alle ganz cool - nach außen...

Wie sind wir zum Rudern gekommen? ein Jugendbeitrag

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Wir - vier Jugendliche im Alter von 13 Jahren - machten eigentlich immer andere Sportarten (Tennis, Fußball), aber wir hatten alle Lust, mal was Neues auszuprobieren! Und eben auch eine Sportart, die nicht jeder macht und kennt. Dann kam auch noch die Coronakrise und nun hatten wir die Möglichkeit, das Rudern intensiv auszuprobieren, z.B. bei Ganztagesaktionen in den Sommerferien mit rudern, grillen und baden.

Unsere ersten Erfahrungen waren:

Der Herbst ist da - der Putztag war

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Wie immer. Das Ruderjahr neigt sich dem Ende entgegen, die Räume, das Bootshaus und das Gelände müssen für den Winter vorbereitet und gepflegt werden.
Ein Ruf nach fleißigen Helfern per Aushang und E-Mail erfolgt, und viele kommen, helfen, packen an.

Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt (die zweite)
Fortsetzung der Fahrt Worms -Bingen

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Mittags (12:10 Uhr) trafen wir uns am Bootshaus beim Mainzer Ruderverein mit Ralf, Andrea und Kai. Also fuhren wir mit unserem Steuermann Ralf im Wanderfalken los. Nach ca. 100 m Fahrt machten wir auf der hessischen Seite beim Kasteler Ruder- und Kanuverein eine kurze Pause. Hier traf Ralf nach „alte Bekannte“. Nach dieser 20-minütigen Pause legten wir endlich richtig los. Das Wetter auf dem Rhein war perfekt, wenige Schiffe, strahlende Sonne und wenige Wellen. Doch nach 10 Kilometern Fahrt bekam Adrian leider Bauchschmerzen. Also beschloss Ralf, die Plätze zu tauschen, sodass Adrian jetzt Steuermann war, Ralf auf Schlag saß, hinter ihm Jasper, dann Kai und als letztes Andrea.

Der Würfelachter - einmal im Jahr oder öfter?

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Da treffen sich morgens acht Ruderer am Bootshaus, haben sich unabhängig voneinander zum Doppelvierer-ohne verabredet, stellen fest: Sie sind ja ACHT!, fahren Achter, entstauben ihn damit (es war die erste Fahrt im Jahr), legen sich mit voller Konzentration in die Riemen, freuen sich, dass das Boot läuft und auch sehr ordentlich steht (das verstehen nur Ruderer:), legen an, säubern das Boot, motten es wieder für ein Jahr? ein, planen eine Wiederaufnahme und zerstäuben dann wieder in alle Richtungen. Ein gelungener Sonntagmorgen.
Bliebe noch eine Person zu erwähnen: der Steuermann. Dieser war der einzige, der etwas gedrückt lächelte, aber bei 1,80 m Körpergröße, ca. 85 kg, nach 1,5 Stunden auf dem einengenden Steuersitz bei ca. 6 Grad plus kein Wunder. Aber auch er würde es wieder tun, bereut nichts und hat bisher auch noch keine weiteren Spuren davongetragen.

Ralf Börder

Abrudern 2020 - Barkenfahrt auf der Mosel

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Barkenfahrt anlässlich des Abruderns 2020

Auch in diesem, von Corona geplagten Jahr durfte ein anständiges Abrudern nicht fehlen. Wie bereits im Jahr zuvor organisierte Boris eine Barke, mit welcher wir von Bernkastel-Kues aus auf der Mosel fahren konnten. Jedoch mit einem gewissen Unterschied, nur sechs der acht Ruderplätze waren tatsächlich belegt. Martina und Andrea auf der 1, Kai und Esther auf der 2 und Rainer und Andreas auf Schlag. Gesteuert wurde die Barke von Gabriel unter Boris Anleitung. Geplant war eine etwa 12 km lange Route, erst ein Stück flussabwärts, dann flussaufwärts nach Mülheim, um beim Weißen Bären einzukehren und danach wieder zurück.

Tagestour Worms - Bingen

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Eintagestour bei herbstlichem Wetter

Schon kurz nach Öffnung des coronabedingten Lockdowns machte sich im frühen Sommer ein Vierer auf die Fahrt Worms - Bingen. Da dies so schön war, sich relativ einfach und kurz organisieren lässt, brach am Sonntagvormittag des 27.09.2020 wieder ein Vierer von Worms, zunächst nach Mainz auf. Das Wetter war zwar nicht ganz so gemütlich und warm wie bei der ersten Tour, dafür gab`s aber statt Gegenwind, satt Schiebewind. Und das hat man als Ruderer allgemein recht gern.
So verging auch die Fahrt fast wie im Fluge; abgesehen von einem Notstopp für eine Entwässerungskur an Land ...

Erste spontane Wanderfahrt 2020

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Spontane 1. Wanderfahrt 2020 des RKV

Endlich ist es soweit: 4er dürfen wieder offiziell gerudert werden, was der Anlass für eine erste spontane Wanderfahrt auf dem Rhein von Worms nach Bingen (85 km) am 20. +21.06.2020 war.
So fand sich ein Teil der Dienstagstrainingsgruppe zusammen, bestehend aus Ralf, Tatjana, Kai, Martina und, ergänzt durch unsere Wiesbadener Ruderkameradin Bea, um die wieder gewonnene „Freiheit“ auf dem Rhein zu erfahren.
Dank der guten Organisation durch unseren Obmann Ralf, und dessen sehr gute Kontakte zu vielen Rudervereinen, konnten wir am Bootshaus des Wormser Rudervereins unseren Wanderfalken zu Wasser lassen. So starteten wir gegen 10.10 Uhr in Richtung Mainz. Das heißt 54 km in nordwestliche Richtung. Das Wasser war ruhig und die Sonne schien. Um uns nicht völlig zu verausgaben, wurde alle 10 km eine kleine 10-Minutenpause eingelegt. Auch Steuermann Ralf und Schlagfrau Tatjana wechselten sich regelmäßig mit Steuern und Rudern ab. Um das Urlaubsfeeling komplett zu machen, wurde nach 34 km (3. Pause) ein wunderschöner Sandstrand angesteuert, wo wir uns die Beine vertreten, die Sonne genießen und unseren Proviant verzehren konnten. So gestärkt und ausgeruht ging es zur letzten Etappe. Diese 20 km hatten es dann jedoch noch in sich: der vom Wetterdienst angekündigte Wind aus nordwestlicher Richtung, in die wir uns ja bewegten, setzte pünktlich nach unserer Mittagspause ein. Da hieß es nochmal alles geben und den Wellen trotzen. Trotzdem wurde unser Bugmann Kai teilweise von hochschwappenden Wassermassen gewässert. Endlich in Mainz angekommen, hieß es ab ins Auto und den Bootsanhänger von Worms zum Endziel Bingen zu fahren.
Am Sonntag begann die Wanderfahrt dann mit einer Zugfahrt von Bingen nach Mainz. Dort angekommen fügte sich die Mannschaft wieder mit den aus Wiesbaden kommenden Ruderinnen zusammen und um 10.55 ging es erneut aufs Wasser. Kai durfte das Steuer übernehmen, unterstützt von Ralf, der als Schlagmann die Lage im Blick behielt. Die letzten 31 km wurden in Angriff genommen. Da der Schiffsverkehr nicht durch Ampelanlagen geregelt ist, mussten wir kurz warten, als die ablegende Fähre rief: „Nicht weiterrudern, hier kommt eine Fähre!“. Die Fähre beobachtend auf Backboard, rollten von Steuerboard, ohne erkennbare Ursache, große Wellen auf uns zu, die dann das Mittelschiff mit Bea und Martina unter Wasser setzten. So konnte die Wartezeit, bis die Fähre gekreuzt hatte, sinnvoll mit Wasserschöpfen überbrückt werden. Nach dieser kurzen Erfrischung suchten wir nach ca. 17 km eine ruhige Stelle zum Rasten. Jetzt tauschten Ralf und Kai ihre Plätze und die letzten 14 km wurden ohne weitere Zwischenfälle unter Aufbietung aller Kräfte ans Ziel des Rudervereins von Bingen gerudert. Boot abriggern, aufladen und dann noch eine kurze Pause in Bingen mit kühlem Radler (alkoholfrei), danke Stefan, beendete die Wanderfahrt.
Besonderen Dank an Ralf, der die Wanderfahrt wie immer toll organisiert, geplant und geleitet hat.
Von Martina

 


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